Wird ein RAID degraded oder offline, prüfen wir, welche HDD-Member stabil lesbar sind und ob die ursprüngliche Konfiguration noch stimmt. Die Laufwerke werden möglichst zuerst gesichert; anschließend rekonstruieren wir den Verbund auf Arbeitskopien. RAID zur Analyse anmelden.
Ein RAID kann durch einen Laufwerksausfall, mehrere schwache Member, Controller- oder Backplanefehler sowie beschädigte RAID-Metadaten unzugänglich werden. Auch eine falsche Laufwerksreihenfolge oder ein bereits gestarteter Rebuild kann den Zustand verändern. Vor der Rekonstruktion sollten deshalb alle Member identifiziert, dokumentiert und möglichst gesichert werden. Eine erste Einordnung ist über die Online-Analyse möglich.
Bei RAID-Problemen sollten Konfiguration und Laufwerksreihenfolge unverändert bleiben, bis der Zustand der Member geprüft ist. Für eine erste technische Einschätzung erreichen Sie Raid Recovery Swiss unter 0800 400 420 oder +41 71 554 03 90 .
Bei einem RAID werden die einzelnen Laufwerke getrennt diagnostiziert. Mechanisch beschädigte HDDs können eine Reinraumbearbeitung benötigen; stabile Member werden möglichst direkt imagiert. Die ursprüngliche RAID-Struktur wird erst mit den Arbeitskopien nachgebildet. Dadurch bleiben Originalreihenfolge und vorhandene Metadaten erhalten, während die Rekonstruktion des Verbunds ohne weitere Schreibzugriffe auf die Ausgangsmedien erfolgt.
Das RAID bildet aus mehreren HDDs zunächst einen virtuellen Datenträger. Erst darauf befindet sich das Dateisystem. Je nach RAID-Level werden Daten gespiegelt, gestreift oder mit Parität verteilt; das Dateisystem kann anschließend NTFS, ReFS, ext4, XFS, Btrfs oder ein anderes Format sein. RAID- und Dateisystem-Metadaten erfüllen unterschiedliche Aufgaben und müssen bei einer Rekonstruktion getrennt betrachtet werden.
Ist der Verbund falsch zusammengesetzt, erscheinen auch intakte Dateisystemstrukturen unlesbar. Deshalb werden zuerst die RAID-Parameter rekonstruiert und erst danach Dateien und Verzeichnisse ausgewertet.
Ein Head-Crash betrifft zunächst ein einzelnes Laufwerk. Ob der RAID-Verbund dadurch ausfällt, hängt vom RAID-Level und vom Zustand der übrigen Member ab. Läuft das Array degraded weiter, sollten die verbleibenden Festplatten nicht unnötig belastet werden. Vor einem Rebuild ist besonders wichtig zu prüfen, ob ein weiteres Laufwerk Lesefehler zeigt. Das beschädigte Member wird getrennt behandelt und der Verbund später mit Arbeitskopien rekonstruiert.
Auch bei einem mechanisch ausgefallenen RAID-Member kann eine Wiederherstellung möglich sein. Bei redundanten RAID-Leveln reicht unter Umständen die Datenbasis der übrigen Laufwerke aus; bei zusätzlichen Lesefehlern kann jedoch jeder noch lesbare Sektor des beschädigten Members wichtig werden. Deshalb werden die Laufwerke getrennt gesichert und erst danach virtuell kombiniert.
Bei einem mechanisch auffälligen RAID-Member den Verbund stoppen und keinen Rebuild auf Verdacht starten. Für eine erste Einschätzung erreichen Sie 0800 400 420 oder +41 71 554 03 90 über unsere RAID-Hotline.
Bei RAID-Systemen hängt der Aufwand davon ab, welche Member betroffen sind, in welchem Zustand die übrigen Laufwerke sind und ob sich die ursprüngliche Konfiguration noch eindeutig rekonstruieren lässt. Die folgenden Werte sind Richtwerte (netto):
Nach der Analyse der einzelnen Laufwerke erhalten Sie ein verbindliches Angebot für Laufwerksbearbeitung und RAID-Rekonstruktion.
Ein ausgefallenes RAID wird nicht durch einen pauschalen Reparaturbefehl wiederhergestellt. Zuerst werden Zustand, Reihenfolge und Lesbarkeit der einzelnen Member erfasst. Defekte Laufwerke werden separat behandelt und soweit möglich gesichert.
Danach wird der Verbund mit den Arbeitskopien virtuell rekonstruiert. Erst wenn RAID-Parameter und Datenverteilung stimmen, folgt die Auswertung des Dateisystems und die Extraktion der benötigten Daten.