Zuletzt aktualisiert: 1. September 2026
RAID-Redundanz kann ein gemeinsames Kühlungsproblem nicht abfangen. Wenn mehrere Laufwerke und Controller gleichzeitig thermisch belastet werden, kann die Reserve des Arrays sehr schnell aufgebraucht sein.
Eine feste Temperatur, ab der ein RAID ausfällt, gibt es nicht. Massgeblich sind die Spezifikationen der eingesetzten Laufwerke und Controller sowie die gemessenen Temperaturen und Fehlerraten im laufenden System.
Unser Rat: Temperaturen und Lüfterzustände überwachen, Alarme ernst nehmen und bei einem Ausfall keinen ungeprüften Rebuild starten. Für Schweizer RAID-Fälle erfolgt die technische Bearbeitung in unserem Labor in Liechtenstein.
Der schweizweite Rekord von 41,5 °C aus dem Jahr 2003 blieb 2026 bestehen. Trotzdem war die Hitze aussergewöhnlich: MeteoSchweiz registrierte im Juni und Juli zahlreiche neue Stations- und Monatsrekorde. Für Speichermedien ist dabei nicht der Wetterwert allein entscheidend, sondern die Temperatur, die im konkreten Gerät entsteht.
Wichtig: Diese Werte sind Lufttemperaturen an Wetterstationen. Sie sind keine technischen Grenzwerte für HDDs oder SSDs. Entscheidend sind die Herstellerspezifikation, die tatsächliche Temperatur im Gerät und die Dauer der thermischen Belastung.
Auch ein redundantes RAID kann bei ausgefallener Kühlung mehrere Member in kurzer Folge verlieren. Kritisch wird es vor allem dann, wenn trotz I/O-Fehlern weitergeschrieben oder automatisch ein Rebuild gestartet wird. Unsachgemässe Kühlversuche mit Kühlschrank oder Gefrierfach sollten unterbleiben; Kondensation kann zusätzliche Schäden verursachen. Mehr zu typischen Festplattenfehlern und Warnsignalen
Selbst hochwertige RAID-Systeme sind empfindlich gegenüber hohen Temperaturen. Ein einzelner Festplattenausfall kann die Verfügbarkeit des gesamten Systems gefährden. Prävention ist entscheidend - beachten Sie daher:
Auch bei komplexen RAID-Ausfällen gilt: keine Panik. Unsere RAID-Profis stehen Ihnen über den Rückrufservice zur Seite. Wichtig: Das betroffene System nicht erneut einschalten, wenn bereits ein technischer Defekt vermutet wird.
Selbst hochverfügbare RAID-Systeme sind nicht vor externen Einflüssen gefeit. Hitze, Gewitter und Wassereintritt zählen in der Schweiz zu den grössten Sommerbedrohungen für Rechenzentren. Die Gefahr einer Systemstörung ist real und oft unterschätzt.
Eine spontane Überflutung kann jede RAID-Konfiguration lahmlegen. Beachten Sie auch hier: Versicherungen haften oft nicht vollumfänglich. Präventive Wartung und Vertragsprüfung sind daher unverzichtbar.
Selbst RAID-Systeme können unter mobilen Bedingungen betroffen sein. Der „Couch-Effekt“ beschreibt den Hitzestau, wenn Lüftungsschlitze durch Stoffe oder Polster verdeckt werden - ein reales Risiko bei falscher Platzierung.
Bei RAID-Systemen mit HDDs ist in grosser Höhe die zulässige Betriebshöhe der Laufwerke zu beachten. Die geringere Luftdichte kann das Luftpolster der Köpfe beeinflussen; die konkrete Grenze ist modellabhängig. SSD-basierte RAID-Systeme haben diesen mechanischen Effekt nicht. Mehr zu typischen Ursachen von Datenverlust
Bei RAID-Systemen sollten Laufwerks- und Controller-Temperaturen gegen die jeweiligen Herstellergrenzen überwacht werden. Besonders wichtig sind Trendalarme, Lüfterstatus und I/O-Fehler während hoher Last oder eines Rebuilds. Diese sechs Punkte sind besonders wichtig:
Bei RAID-Systemen kann ein gemeinsames Kühlungsproblem mehrere Member gleichzeitig betreffen. Wir prüfen den Zustand der Laufwerke im Labor in Liechtenstein, sichern lesbare Bereiche und rekonstruieren den Verbund nach Möglichkeit auf Arbeitskopien. Ein ungeprüfter Rebuild auf den Originalen sollte vermieden werden. Mehr dazu unter gute Gründe für unsere RAID-Datenrettung.